Fritzbox WLAN 7390

Die schlimmsten Schauergeschichten hatte ich gelesen. Von schlechten Durchsatzraten im Gigabit LAN Bereich oder die miserable Reichweite des WLAN. Die haben alle keine Ahnung, dachte ich mir und beschloss meine alte Fritzbox 7170 in den Altersruhestand zu verabschieden.

Also, her mit dem aktuellen Premiummodell aus dem Berliner Hause AVM. Im Gegensatz zu vergangenen Zeiten verzichten wohl immer mehr Hersteller auf die Beilage eines gedruckten Handbuchs. So auch hier – außer einem Faltblatt und der obligatorischen CDROM ist der mit über 200 Euro doch recht teuren Schnittstelle zum Internet nur noch ein TAE Adapter sowie ein CAT5 Kabel beigefügt.

Ich nutze eigentlich seit Jahren die Fritzbox Produkte von AVM um die Kommunikation mit dem Globalen Dorf herzustellen. Bisher war das immer eine Sache von 10 bis 15 Minuten. Diesmal sollte es anders kommen …

Auf ans Werk! Alte Einstellungen der 7170 gesichert, Zugangsdaten vom Internetanbieter herausgesucht und rasch die Box verkabelt. LAN1 an den Mac, DSL an den Splitter. Der Box beantwortet die DHCP Anfrage mit der üblicher 192.168.178.20 vom integrierten DHCP Server. Jetzt geht’s los – Zugangsdaten einfügen, DSL Verbindung testen, fertig. Ich war drin! Hab ich doch gleich gesagt, alles kein Problem.

Noch rasch den Assistenten beenden und, Moment, neue Firmware gefunden. Also gleich mal das Betriebssystem auf den neuesten Stand bringen. Wird heruntergeladen (dank DSL 16000 eine Sache von Sekunden). Software wird jetzt eingespielt (ja, ja, kenn ich alles schon), unterbrechen Sie keinesfalls die Stromversorgung (ich weiß, ich weiß, …).

Gute Gelegenheit eine Tasse Espresso zu sich zu nehmen. Circa 10 Minuten später, wieder im Büro angekommen blinkt Fritzchen noch immer. Aber halt, wieso blinkt eigentlich die rote Info LED? Ist das neu? War das bisher nicht immer ein grünes Lichtlein?

Ich starre eine gefühlte Ewigkeit auf das pulsierende Licht. Unterbrechen Sie keinesfalls die Stromversorgung! Nochmals 20 Minuten gewartet. Nichts! Egal, Stecker raus, warten, Stecker rein und … Es blinkt eine rote LED. Verdammt!

Der Profi ahnt, was in einem solchen Fall zu tun ist. Widerherstellung mittels Recovery Programm von AVM. Dies liegt angenehmer Weise dem Paket auf eingangs erwähnter CDROM bei. Unangenehmer Weise ausschließlich als ausführbare Datei für Windows Betriebssysteme. Also, her dem Vista Notebook, LAN Interface an den LAN1 Port der Fritzbox und das Programm aufgerufen. Lösche, Restauriere, usw. – irgendwann passiert nichts mehr. 5 Minuten, 10 Minuten, Rote LED blinkt, WinError 14irgendwass. Nochmals das Ganze. WinError 3irgendwas. Toll!

Recovery Programm von der CD auf die Festplatte kopiert. Eventuell ein Timing Problem. Lösche, Restauriere – ich kürze das hier mal ab: WinError 14irgendwas.

Doch eine Satansbox? Einschicken?

Der letzte Versuch. Eventuell gibt es auf der Herstellseite ein aktuelleres Recovery Programm als das beigelegte 84.04.83 Image. Alte 7170 wieder in Betrieb nehmen und vom FTP Server (ftp://ftp.avm.de/fritz.box/fritzbox.fon_wlan_7390/x_misc/deutsch/) die Version 84.04.89 geladen.

Das Spiel beginnt von vorn. Um auch die nächsten 15 spannenden Minuten abzukürzen. Mit dieser Image Version hat es dann Schlussendlich funktioniert und ich konnte nach Angabe meiner Zugangsdaten eine Verbindung herstellen. Alles ganz einfach!

Western Digital Advanced RMA

Seit einiger Zeit betreibe ich im heimischen Netz eine Synology NAS DS209 II. Dabei handelt es sich um ein 2 Bay Gerät, bei dem mittels RAID1 für die Notwendige Datensicherheit gesorgt wird. Bestückt ist das Ganze mit zwei Western Digital WD15EADS Caviar Green 1.5 TB.

Nach circa 7 Monaten verabschiedete sich eine der Platten und ich stellte Nachforschungen zur Western Digital Garantieabwicklung an. Der Hersteller gewährt auf seine Hardware 3 Jahre Garantie. Identifiziert wird das Ganze anhand der Seriennummer des Laufwerks über die Seite http://websupport.wdc.com/warranty/serialinput.asp. Anschließend noch den Fehlergrund eingeben und einem Austausch steht nichts im Wege.

Beim Austausch gibt es zwei Wege: Einen normalen Austausch, bei dem der Kunde sein defektes Laufwerk vorab an den Hersteller sendet und einen erweiterten Produktaustausch. Ich entschied mich für die zweite Option. Western Digital schickt erst das Ersatzlaufwerk zum Kunden. Dieser hat anschließend 30 Tage bzw. maximal 90 Tage Zeit, die defekte Ware zurückzusenden. Als Sicherheit wird eine gültige Kreditkarte verlangt, die nach Ablauf der Einsendezeit mit dem Warenneuwert belastet wird, sollte das Laufwerk nicht zurückgeschickt werden.

In meinem Fall hat dieser Tausch ohne Probleme funktioniert: Garantiefall gemeldet am 18. Dezember 2010, Versand der Austauschlaufwerks am 20. Dezember, Lieferung durch UPS am 22. Dezember und Rücksendung folgte einige Tage darauf. Am 10. Januar 2011 erhielt ich dann die Meldung, dass das defekte Laufwerk bei Western Digital eingetroffen sei und der Austausch damit abgeschlossen ist.

Alles in allem ein guter Service von Western Digital.

Gute Forensysteme systematisch an die Wand gefahren

vBulletin, einst der Platzhirsch unter den für Otto-Normalbenutzer bezahlbaren Forensystemen, hat sich im Jahre 2009 quasi selbst demontiert. Die glorreiche und in allen Punkten neuentwickelte Version 4.0 sollte alles besser, schneller und einfacher machen.

Besser wurde sie in erster Linie für den Hersteller vBulletin Solutions bzw. Internet Brands, Inc. Diese werden jetzt unvermittelt schneller reich. 285 US$ für das Komplettpaket inkl. sog. CMS bzw. 195 US$ nur für das Forum. Ein stolzer Preis. Da sollte man meinen, ein Rundum Sorglos Paket erworben zu haben. Und die Realität? Eigentlich will die Mehrheit derer, die dieses System in der Vergangenheit eingesetzt hat das neue Paket überhaupt nicht.

Ähnlich wie im produzierenden Gewerbe scheint es jetzt auch noch die Zulieferer zu treffen. Zum Jahresende hin leistet sich eben einer dieser vBulletin Zulieferer einen Fauxpas: Crawlability, Inc – die Entwickler eines wirklich guten SEO Add Ons für vBulletin stellt den deutschsprachigen Support ein. Begründung: Kostensenkung. Die Lizenzverkäufe wären an einem historischen Tiefpunkt angelangt.

iPod gewaschen

iPod Nano nach dem Waschgang.

washed iPod

Für all die, die schon immer wissen wollten, wie man einen Apple iPod reinigt empfiehlt sich die Methode Waschmaschine ausdrücklich nicht! Diesen Beweis hat jedenfalls meine Frau jüngst angetreten. Das Resultat ist dem beigefügten Bild zu entnehmen.

(keine) WM Liveübertragung im Internet

#fail, würde ich sagen. Zumindest was die Liveübertragung der Fußball WM im Internet durch das ZDF betrifft. Außer ein lapidaren Fehlermeldung ist nichts weiter zu erkennen.

Update 15:05: Nun sind es plötzlich rechtliche Gründe, aus denen man beim ZDF das WM Spiel Deutschland – Serbien nicht im Internet betrachten kann. Da würden mich schon die Hintergründe interessieren.

Das ZDF bedauert die Probleme und verweist auf die hohe Last zu Spitzenzeiten wie bei WM-Spielen der Deutschen. Für das Spiel habe das ZDF noch Bandbreite zugekauft, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Derzeit gebe es allerdings “ungeheuer viele Zugriffe“. Man arbeite mit Hochdruck daran, eventuelle Störungen zu beseitigen. Beeinträchtigungen auch des sonstigen Internetangebots seien aber unter Umständen auch auf Überlastungen bei den Providern zurückzuführen.

Quelle: heise online.

Ungeheuer viele Zugriffe? Das klingt wie die Ausrede am Morgen des 24. Dezember. Verdammt, schon wieder Weihnachten…

Verbreitung von ‘Tierquäl Videos’ durch die Meinungsfreiheit gedeckt

Der Amerikaner an sich ist ja prinzipiell ein netter und intelligenter Typ der Gattung Mensch. Allerdings fragt man sich, was einen Homosapiens dazu bewegt, so etwas für Recht zu sprechen.

Nikon D90

Paul, the CatIch habe vor einigen Tagen den Sprung in die digitale Spiegelreflex Fotografie gewagt. Nach dem intensiven Studium diverser Fachmagazine ist die Wahl auf eine Nikon D90 gefallen. Ich muss dazu sagen, dass ich bisher meine Schnappschüsse mit einer Canon IXUS 75 Digital produziert habe. Der Umstieg war sowohl vom Handling als auch von den erzielten Ergebnissen phänomenal – meiner Meinung nach. Neben dem im Kit mitgelieferten Nikor 18 – 105 mm Objektiv, bin ich seit einiger Zeit im Besitz eines Tamron 10 – 24mm Weitwinkelobjektivs (SP 10-24mm 1:3.5 – 4.5). Ich hoffe, dass ich nach ein paar Übungsstunden die ersten Ergebnisse präsentieren kann.

Webhostingday 2010

Webhostingday 2010

Fernab von allen (sehr interessanten und informativen) technisch Vorträgen auf dem Webhostingday 2010 in Brühl, möchte ich an dieser Stelle den Initiatoren des Events gratulieren. Wieder einmal ist es gelungen, das Nützliche mit dem Angenehmen in einzigartiger Weise zu verbinden. Nette Location, engagiertes Team und eine sehr angenehme Atmosphäre. Ich für meinen Teil habe alle vorgenommen Termine ohne Stress und Hektik unter einen Hut bringen können.

Hope to see you on WHD2011…

Aufbruch

Freitag, 00:10. In 4 Stunden geht’s los Richtung Hamburg.

BPjM verbannt ‘Lifad’ in den Giftschrank

Mit Wirkung zum kommenden Mittwoch, den 11. November 2009 darf Rammsteins ‚Liebe ist für alle da‘ nur noch an Erwachsene verkauft werden. Die Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Medien (BPjM) hat das Werk indiziert. Ausschlaggebend für die Prüfung und den Entscheid des 12er Gremiums war der Titel ‚Ich tue dir weh‘,  sowie die Darstellung einer unbekleideten Frau auf den Knien eines der Bandmitglieder auf dem Cover.

Verherrlichung bzw. Verharmlosung Sadomasochistischer Praktiken, Aufruf zum ungeschützten Geschlechtsverkehr – so die Ansicht der Prüfstelle.

Ein Aufschrei? Zensur?

Nein! ‚Liebe ist für alle da‘ wird weiterhin erhältlich sein. Allerdings nur auf Anfrage für Erwachsene. Keine Werbung, keine öffentliche Aufführung der beanstandeten Teile.

Skandal?

Nein! Rammstein provoziert und muss aus diesem Grund immer damit rechnen, mit derlei Sanktionen belegt zu werden. Aus Marketingsicht ist dies natürlich eine Katastrophe. Eine CD (noch dazu die Nummer Eins der Albumcharts) nicht mehr bewerben zu dürfen dürfte Universal ins Mark treffen.

Gerechtfertigt?

Schwierig zu beantworten. Kunst liegt immer im Auge des Betrachters. Beurteilt man ‚Ich tue dir weh‘ vollkommen emotionslos fällt das Dekret der Bundesprüfstelle meiner Meinung nach eher zu Ungunsten von Rammstein aus. Ja, der Texte könnte Jugendliche desorientieren, verrohen und zu Gewalthandlungen aufrufen. Er ist unsittlich und kann die Entwicklung – gerade von Jugendlichen – negativ beeinflussen.

Aber!

Aber, liebe Bundesprüfstelle, dies sind alles Dinge, die real existieren. Keine Hirngespinste, kein böses Märchen. Und von Rammstein  wird auch nicht versucht, diese zu verharmlosen, zu bagatellisieren oder gar zu verherrlichen! Die wahre Welt, jeden Abend um 20:00 Uhr auf dem heimischen Bildschirm zu bewundern.